Die Evaluierungspflicht betrifft alle Ordinationen und Gruppenpraxen.
Dazu müssen Sie nicht von sich aus aktiv werden. Im Februar 2027 erhalten alle Ordinationen in OÖ einen Brief von der
ÖQMed mit Zugang zum Evaluierungsfragebogen.
Der Ablauf gliedert sich wie folgt:
- Selbstevaluierung: Im ersten Schritt werden jene 22 Qualitätskriterien abgefragt, welche die Qualitätssicherungsverordnung 2024 (QS-VO 2024) für den Betrieb einer Ordination vorsieht, sowie die fachspezifische Ausstattung. Teil der Evaluierung ist auch die gesamte Hygieneverordnung 2014 mit Stand 1.1.2023 (Hygiene-VO 2014 - konsolidierte Fassung). Hier geht´s zum Musterfragebogen.
- Verbesserung / Mängelbehebung: Wird ein Qualitätskriterium aktuell nicht erfüllt, erhält die Ordination einen Auftrag von der ÖQMed mit Fristsetzung und Nachweisregelung.
- Stichprobenüberprüfung durch Vor-Ort-Besuche: Per Zufallsstichprobe werden 10 Prozent Ordinationen ausgewählt, welche durch sogenannte Peers besucht und überprüft werden. Peers sind erfahrene niedergelassene Ärztinnen und Ärzte (Peer-Prinzip), welche im Auftrag des BIQG (Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen) tätig werden.
- Verbesserung / Mängelbehebung nach Stichprobenüberprüfung: Wird beim Vor-Ort-Besuch ein Kriterium als nicht-erfüllt bewertet, erhält die Ordination seitens des BIQG einen Auftrag zur Mangelbehebung mit Fristsetzung und Nachweisregelung.
- Zertifizierung: Ist das Verfahren erfolgreich abgeschlossen, erhalten die Ordinationen ein Zertifikat.
Tätigkeit als Peer: Wenn Sie mindestens 5 Jahre Erfahrung in einer Ordination haben, können Sie sich für eine Schulung durch das BIQG anmelden. Auch Pensionisten können als Peer tätig werden.
Die Ärztekammer unterstützt Ordinationen mit:
Weitere Informationen hinsichtlich Verordnungskompetenz und operativer Durchführung finden Sie auf der Homepage der ÖQMed