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Mutterschutz und Karenz

Üblicherweise erfolgt in OÖ auf Wunsch der unselbständig erwerbstätigen Mitglieder eine Austragung aus der Ärzteliste* nach Ende des Beschäftigungsverbots (gemäß den §§ 3 und 5 des Mutterschutzgesetzes). Bis zu diesem Zeitpunkt besteht die ordentliche Mitgliedschaft zur Ärztekammer und es werden Pflichtbeiträge zur Wohlfahrtskasse in unverändertem Ausmaß vorgeschrieben - im Gegenzug wird während des Mutterschutzes (sofern das Mitglied nicht - auf Antrag - von der Beitragsleistung zur Krankengeldhilfe vorübergehend vom Verwaltungsausschuss befreit wurde) Krankengeld der jeweiligen Stufe ausgezahlt. Danach entfallen bis zur Wiederaufnahme der ärztlichen Tätigkeit die Beiträge zur Wohlfahrtskasse gänzlich.

* Eine Austragung aus der  Zahnärzteliste nach Ende des Beschäftigungsverbots ist - selbst wenn keinerlei zahnärztliche Tätigkeit während des Kinderbetreuungsgeldbezugs/der Karenzierung des Dienstverhältnisses ausgeübt wird - nicht üblich.

Seit Einführung des Kinderbetreuungsgeldes und einer zulässigen jährlichen Zuverdienstgrenze wurde es für viele Eltern attraktiv, den Kontakt zum Berufsleben nicht ganz abreißen zu lassen. Auch bei den (Zahn-)ÄrztInnen war/ist dieser Trend verstärkt zu verzeichnen. Im Bereich der Wohlfahrtskasse wurde dieser Entwicklung Rechnung getragen, in dem die Ansprüche in der Grundversorgung (Pensionsfonds) - für die Dauer des Kinderbetreuungsgeldbezugs oder der Karenzierung vom Dienstverhältnis - in dem Ausmaß weitergewährt werden, wie diese vor der Karenz gesammelt wurden. Somit werden jene Mütter/Väter, die während dieser Phase einer (zahn-)ärztlichen Tätigkeit nachgehen - gegenüber jenen, die ganz zu Hause bleiben - nicht anders bewertet. Zum Einen wird der beitragsrechtlichen Verpflichtung entsprochen, dh Beiträge werden in finanziell zumutbarem Rahmen - formloses Ansuchen um Reduktion und Nachweis des Einkommens erforderlich - eingehoben, zum Anderen erfolgt keine leistungsrechtliche Benachteiligung.

Im Bereich der Krankenpflege - und Todesfallbeihilfe kann vom Verwaltungsausschuss ein "Ruhen der Beiträge" bewilligt werden. Dies bedeutet, dass der Anspruch auf Versicherungsschutz auch ohne Beitragsleistung verlängert wird. Der tatsächliche Versicherungsschutz lebt dann wieder auf, wenn während der außerordentlichen Mitgliedschaft eine Leistung aus einem der Fonds beansprucht wird. (Der Beitrag zu diesem Fonds ist bis einschließlich jenem Monat, in dem die Leistung anfällt, vom Mitglied nachzuzahlen - danach ruht der Beitrag wieder.)

Zusätzliche Informationen im Bereich Mutterschutz und Karenz für Selbständige (Rechtliches, "Wochengeld" während der Schutzfrist, Kinderbetreuungsgeld, Sozialversicherung, Vertreterbörse und Zuständigkeiten) finden Sie im
Info-Blatt für ausschließlich selbständig tätige (Zahn)Ärztinnen

Ergänzende Informationen zur Bemessungsgrundlage des gesetzlichen Wochengeldes und zur Einhebung der Beiträge zur Wohlfahrtskasse (über eine Bankverbindung bis zum Ende der Karenzierung vom Dienstverhältnis) finden Sie im
Info-Blatt für unselbständig tätige (Zahn)Ärztinnen

Ihre Ansprechpartnerinnen

Elisabeth Bamschoria

0732 77 83 71-288

0732 78 36 60-288

bamschoria[at]aekooe.at

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Sandra Kaiserseder

0732 77 83 71-249

0732 78 36 60-249

kaiserseder[at]aekooe.at

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