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Befreiungsmöglichkeiten

Grundsätzlich können nur Befreiungsgründe berücksichtigt werden, die im Ärztegesetz bzw. in der Satzung angeführt sind. Würde darüber hinaus eine Befreiung ausgesprochen werden, bestünde für alle Mitglieder die Gefahr den steuerlichen Vorteil der vollen Absetzbarkeit der Beiträge von der Lohn- bzw. Einkommenssteuer zu verlieren.

Beispiele, in denen ein Antrag zur Befreiung der Beiträge gestellt werden kann:

- (Zahn-)Ärztliche Tätigkeit in mehreren Ländern und es besteht keine Sozialversicherungspflicht in Österreich

- (Zahn-)Ärztliche Tätigkeit in mehreren Bundesländern und es besteht bereits eine Beitragspflicht in einem anderen Wohlfahrtsfonds

- Nach Beendigung der (zahn-)ärztlichen Tätigkeit in Deutschland werden im Anschluss an die Pflichtmitgliedschaft weiter Beiträge im deutschen Versorgungswerk geleistet.

- Mitglieder, die ein unkündbares Dienstverhältnis mit einer Gebiets- oder sonstigen öffentlich-rechtlichen Körperschaft und daraus einen vergleichbaren Anspruch auf Ruhe- bzw. Versorgungsgenuss haben, können von der Beitragspflicht (zur Krankengeld- und Krankenpflegehilfe sowie zur Grund- und Zusatzversorgung) ausgenommen werden. Die Befreiung von der Grundversorgung ist jedoch nur dann und solange möglich, als keine freiberufliche, niedergelassene Tätigkeit ausgeübt wird.

- Besteht ein Versicherungsschutz über die Krankenfürsorge der Landesbediensteten (KFL) kann eine Befreiung von den Beiträgen zur Krankenpflegehilfe (für die Dauer des Versicherungsverhältnisses mit der KFL) beantragt werden.

- Erbringt ein Mitglied den Nachweis darüber, dass die Familienangehörigen aufgrund einer dienstrechtlichen Regelung mit dem Dienstgeber des Ehegatten über eine Krankenversicherung verfügen, die der Versicherung über die Wohlfahrtskasse in allen Bereichen entspricht, können diese auf Antrag von der Mitgliedschaft zur Krankenpflegehilfe auf Dauer und unwiderruflich befreit werden.

- Amtsärzte, Polizeiärzte (sofern sie nicht für die Dienstbehörde kurativ tätig werden) und Militärärzte. Diese können freiwillig jener Ärztekammer und damit auch der Wohlfahrtskasse beitreten, in deren Kammerbereich ihr ordentlicher Wohnsitz gelegen ist. Üben diese Ärzte daneben eine ärztliche Tätigkeit als Arzt für Allgemeinmedizin, approbierter Arzt oder Facharzt aus, lebt die Beitragsverpflichtung in vollem Umfang wieder auf.

Ab welchem Zeitpunkt gilt die Befreiung?
Eine Befreiung kann mit dem ersten Tag jenes Monats ausgesprochen werden, indem der Antrag bei der Wohlfahrtskasse eingelangt ist, wenn in diesem Monat noch keine Leistung aus dem entsprechenden Fonds erfolgte. (Ausnahme: Wird ein Antrag innerhalb von 3 Monaten nach Eintritt des Befreiungsgrundes gestellt, kann rückwirkend eine Befreiung ausgesprochen werden - jedoch wiederum nur dann, wenn keine Leistungen in diesem Zeitraum erbracht wurden.)

Beitragsbefreiungen haben zur Folge, dass Leistungsansprüche ausgeschlossen oder vermindert werden.

Ihr Ansprechpartner

Thomas Zehetleitner

Teamleiter Beiträge

0732 77 83 71-294

0732 78 36 60-294

zehetleitner[at]aekooe.at

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