Office-Eye-Syndrom: So beugt man der Bildschirm-Augenproblematik vor!

Brennende, juckende und müde Augen und dann auch noch verschwommenes Sehen sowie Augen-, Kopf- und Nackenschmerzen. Mit diesen Problemen kämpfen vor allem Menschen, die viel am Bildschirm arbeiten. Dieses sogenannte „Office-Eye-Syndrom“ tritt in der kühleren Jahreszeit und bei trockener Raumluft besonders gehäuft auf.

Bildschirm-Arbeit ist Höchstleistungsarbeit für unsere Augen.

Der permanente, starre Blick auf den Bildschirm lässt den Reflex des Lidschlags zur Befeuchtung der Augen unwillkürlich aussetzen. Dazu kommt in der kalten Jahreszeit die niedrige Luftfeuchtigkeit durch beheizte Räume und die Tatsache, dass der eigene Arbeitsplatz meist nicht augenfreundlich gestaltet ist. Das alles führt zum Office-Eye-Syndrom, so Dr. Paul Niederberger, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie und Fachgruppenvertreter für Augenheilkunde und Optometrie der Ärztekammer für Oberösterreich. Die Folgen sind trockene, gerötete Augen, verschwommenes Sehen sowie Augen-, Kopf- und Nackenschmerzen, Migräne und mögliche Augenentzündungen, erklärt der Mediziner: „Die mangelnde Feuchtigkeit ist nicht nur unangenehm, sie kann auch ernste Folgen nach sich ziehen. Denn eine zu trockene Hornhaut ist anfälliger für Verletzungen. Hornhaut- und Bindehautinfekte werden wahrscheinlicher: Keime können die natürlichen Abwehrmechanismen des Auges leichter überwinden. Die Kontaktlinsenverträglichkeit ist herabgesetzt und es können sich Kontaktlinsenkomplikationen am Auge entwickeln.

Pausen und Augen-Workout

Der Experte rät, häufiger eine Bildschirm-Pause zu machen: „Einerseits hilft es, öfter bewusst zu blinzeln, andererseits brauchen die Augen aber auch einfach regelmäßige Pausen – immerhin ist Bildschirmarbeit Höchstleistung für den Sehapparat.“ Bei der Bildschirmarbeit muss sich das Auge in kürzester Zeit an unterschiedliche Distanzen anpassen. Neben häufigem Lüften, ausreichend trinken, Stressreduktion und Schlafhygiene, kann auch ein Augen-Workout helfen, etwa mit geschlossenen Augen von rechts nach links einen gedachten Achter nachfahren.

Die richtige Brille

Spezielle Bildschirmbrillen sind in der Lage, ein ergonomisch entspanntes Sehen am Bildschirm zu ermöglichen.

Künstliche Tränen

Wer unter trockenen Augen und Problemen bei der Bildschirmarbeit leidet, kann sich mit Tränenersatzmittel behelfen. „Bevor diese allerdings zum Einsatz kommen, sollte man mit seiner Augenärztin / seinem Augenarzt abklären, welche sich in der individuellen Situation am besten eignen um die Beschwerden zu lindern“, rät Dr. Niederberger.