Moloch nicht länger aufrechterhalten

Vollmundig wurde von der Politik anlässlich der Kassenreform die Einsparung von einer Milliarde Euro versprochen. Stattdessen tauchen nun Zahlen auf, wonach bei der Zusammenlegung der Krankenkassen in den letzten drei Jahren insgesamt 21,1 Millionen Euro alleine an Beraterhonoraren geflossen sein sollen. Diese Summe ist ein Wahnsinn. Als die Oberösterreichische Landes-Krankenkasse, das Land Oberösterreich und die OÖ-Ärztekammer noch miteinander verhandelt haben, wurden keine derartigen Summen ausgegeben, sondern positive Ergebnisse für die Versicherten im Land erzielt. Die drei Verhandlungsparteien haben damals nämlich sehr genau gewusst, was sie aneinander haben. Jetzt ist die Regierung gefordert, diesen Moloch nicht länger aufrecht zu erhalten.

Wir als OÖ-Ärztekammer waren die ersten, die sich gegen die Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger ausgesprochen haben. Denn so sind knapp 300 Millionen Euro aus unserem Bundesland nach Wien geflossen. Diese müssen wieder in die Region zurückgeführt und hier in die Gesundheitsversorgung investiert werden. Das in Oberösterreich erwirtschaftete Geld muss auch in unserem Bundesland bleiben. Zudem ist laut einem Rohbericht des Rechnungshofes anstatt einer Einsparung von einer Milliarde Euro ein Mehraufwand von 214,95 Millionen Euro entstanden und die Krankenkassen haben nun mehr Personal als vor der Fusion.

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