Knieschmerz statt Pistenspaß: Achtung auf der Skipiste!

Ein unaufmerksamer Schwung, schon ist es passiert: Ein Sturz, der oftmals schmerzhafte und langwierige Folgen hat. Daher rät die Ärztekammer für Oberösterreich: Achtung auf der Skipiste!

Skifahren verlangt Bewegungen und Fähigkeiten, die im Alltag nur selten trainiert werden. Daher sollte man niemals ganz untrainiert auf die Bretter steigen, warnt  Dr. Helmuth Ocenasek, Sportmediziner und Referent für SportärztInnen der Ärztekammer für Oberösterreich: „Idealerweise hat man ja eh schon das ganze Jahr mit regelmäßigem Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen verbracht und ist somit fit für die um bis zu 20 % gesteigerten Ansprüche an das Herzkreislaufsystem durch die  Höhenlagen. Außerdem sollte zumindest einige Wochen vor dem Skiurlaub mit spezieller Skigymnastik begonnen werden, um die Gesäß-, Oberschenkel-, Waden- und Hüftmuskulatur auf die sportliche Beanspruchung vorzubereiten.“ Ganz oben auf der Liste der Verletzungen stehen Knieverletzungen, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen. „Die Hälfte aller Skifahrer verletzt sich in den ersten zwei Tagen ihres Skiurlaubes. Der Grund ist meist Selbstüberschätzung und Überanstrengung“. Daher sollte man sich nicht gleich am ersten Tag verausgaben. Den Skitag in zwei Hälften aufzuteilen ist besser, als den ganzen Tag durchzufahren. Wer drei Tage am Stück Skifahren ist, sollte spätestens nach dem dritten Tag eine Pause einlegen, da ansonsten die Übermüdung in den Muskeln zu Koordinationsproblemen und damit zu sturzbedingten Verletzungen führen kann.

Vorab Ausrüstung prüfen & Helm tragen

Bevor man in den Winterurlaub aufbricht, sollte man Skibrille, Helm und Stöcke auf etwaige Mängel prüfen – denn rund 80 Prozent aller Skiunfälle sind auf schlechte Sicht, Wahrnehmungs- oder Materialfehler zurückzuführen.

Alkoholverbot auf der Piste

Glühwein, Jagatee oder auch ein Schnapserl beim Einkehrschwung – für viele gehört Hochprozentiges für einen gelungenen Skitag dazu. Doch bereits kleine Mengen Alkohol können die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit mindern. Promillegrenzen gibt es auf der Skipiste nicht, dennoch hat auch Alkohol auf der Piste seine Folgen: Wer betrunken einen anderen Wintersportler verletzt, muss mit einem Verfahren rechnen – und damit auch ähnlichen Strafen, wie bei einem Autounfall. „Daher muss man an die Skifahrer selbst appellieren: Alkohol gehört nicht auf die Skipiste, wer dennoch Alkohol konsumieren will, sollte sich das für das Après Ski aufheben oder dann per Gondel oder Sessellift ins Tal fahren“ betont Dr. Ocenasek.