Wirtschaftlich, professionell

Die Wohlfahrtskasse hat kein Eigenkapital – sie verwaltet ausschließlich das Geld der Mitglieder zu den unter Berücksichtigung des Ärztegesetzes von der erweiterten Vollversammlung in der Satzung beschlossenen Regeln. Würde Eigenkapital aufgebaut, ginge dies zu Lasten der Mitgliedsbeiträge oder der Erträge aus der Kapitalveranlagung. Die Leistungen der Wohlfahrtskasse werden durch laufende Fondsbeiträge und bei Bedarf durch das dafür angesparte Fondsvermögen gedeckt. Im Gegensatz zur Sozialversicherung schießt der Staat keine Steuermittel zu.

Die Veranlagung erfolgt nach den Grundsätzen der Rentabilität, der Sicherheit und der Liquidität. Die Erträge aus der Kapitalveranlagung der Wohlfahrtskasse sind von der Kapitalertragssteuer befreit.

Die Pensionsfonds der Grund- und Zusatzversorgung werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung demographischer Aspekte finanziert. Die Fonds der Krankenunterstützung werden im Wege des Umlageverfahrens mit einem Kapitalstock verwaltet – Einnahmen und Ausgaben müssen annähernd gleich groß sein. Eine Kapitalreserve soll unerwartete Mehrkosten abdecken.

Für die Kontrolle der Wohlfahrtskasse gibt es eine Reihe von internen und externen Mechanismen: Doppelte Buchführung, ein internes Kontrollsystem, strikte Trennung des Vermögens der Wohlfahrtskasse vom Vermögen der Ärztekammer, Trennung der unterschiedlichen Deckungsfonds, eine jährliche Überprüfung der Geschäftsführung durch den Überprüfungsausschuss und eine jährliche Betriebsprüfung durch einen unabhängigen Wirtschaftstreuhänder, sowie längstens alle fünf Jahre ein unabhängiges versicherungsmathematisches Gutachten. Alle Vorschläge, Bilanzen und Änderungen der Satzung und der Beitragsordnung werden auch der OÖ Landesregierung vorgelegt. Für die strategische Veranlagung des Kapitals und das Controlling werden renommierte externe Berater zugezogen.

Die breite Streuung des gesamten Deckungskapitals der Wohlfahrtskasse in festverzinsliche Wertpapiere, Liegenschaften und Fonds (mit einem höheren Veranlagungsrisiko) führt in Summe zu einer Risikostreuung und zu einer stabilen Ertragslage. Damit sollten die erforderlichen Erträge im längerfristigen Schnitt erreicht werden können.