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Vorsicht! – Inseratenverlage sind wieder aktiv

Erfahrungsgemäß werben jeden Herbst Anbieter für diverse Online-Plattformen und Telefonregister, Inseratenverzeichnisse, Branchen-Stadtpläne, sogenannte Interessenverbände etc. und versuchen, Inserate an niedergelassene Ärzte zu verkaufen.

An der Taktik der Inseratenverlage hat sich bis dato nichts geändert, lediglich das Aussehen und die Firmenbezeichnungen der Inseraten-Formulare variieren. Bitte seien Sie – wie in den vergangenen Jahren auch – wachsam und vorsichtig, bevor Sie die als Firmendaten-Überprüfungen bezeichneten Daten ergänzen. Mit dem Zurückfaxen eines solchen Inseraten-Angebotes – oft getarnt als Formular zur Datenkontrolle – kommt in der Regel ein Vertrag zustande, der erhebliche Zahlungspflichten über mehrere Jahre bringt. Das Zurückfaxen oder Zurücksenden der harmlos aussehenden Fax-Formulare oder Schriftstücke kann Zahlungsaufforderungen,  Mahnungen und Drohungen von Rechtsanwälten und Inkassobüros auslösen.

Wir empfehlen, auf solche Inseratenangebote nicht zu reagieren. Ergänzen Sie solche Faxe nicht um fehlende Daten und bessern sie auch keine als offensichtlich falsch angeführten Daten aus, wenn der Kontakt seitens des Inseratenverlages unaufgefordert zu Ihnen hergestellt wurde. Unserer Erfahrung nach sind falsch eingefügte Daten, zum Beispiel anstatt der Berufsbezeichnung „Arzt" steht „Bauingenieur",  absichtlich platziert um Sie zur Korrektur zu verleiten, womit dann lt. dem Kleingedruckten auf dem Formularen kostenpflichtige Inseratenverträge zustande kommen sollen.

Für den Fall, dass Sie dennoch irrtümlich auf so ein Angebot reagieren, besteht die Möglichkeit, sich an den Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb zu wenden. Sie richten sich dazu mit einer kurzen Sachverhaltsbeschreibung, den Unterlagen, wie etwa der Rechnung oder Mahnung per Mail an office@schutzverband.at. Dieser prüft den Fall, ob der Vertrag wirksam ist oder nicht und hat schon sehr oft Forderungen erfolgreich abgewendet. Die Ärztekammer ist Mitglied beim Schutzverband, sodass die Prüfung solcher Inseratenverträge für Mitglieder der Ärztekammer für Oberösterreich kostenlos ist.




 

Kehlkopfkrebs: Raucher ab 40 sollten vorsorgen!

Die Ärztekammer für Oberösterreich warnt: Kehlkopfkrebs ist absolut gesehen zwar relativ selten, dennoch sollten gewisse Risikogruppen die Gefahr im Auge behalten.

Der Kehlkopf bildet den Übergang vom Rachen in die Luft- und Speiseröhre und hat zwei grundlegende Aufgaben: Einerseits verhindert er, dass beim Essen und Trinken Nahrung oder Flüssigkeiten in die Luftröhre gelangen, andererseits beherbergt er die Stimmbänder und trägt so einen wichtigen Teil zur Bildung der menschlichen Stimme bei. Wachsen in diesem Bereich bösartige Tumore, so kann die Lebensqualität der Betroffenen empfindlich gestört werden. Dies geht meist einher mit anhaltender Heiserkeit bzw. Schluckstörung. Wenn diese Beschwerden länger als drei Wochen anhalten, sollte unbedingt eine HNO-ärztliche Untersuchung durchgeführt werden.

Gefährliche Kombination

Zwei der Hauptrisikofaktoren nennt Dr. Georg Langmayr, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen mit Praxis in Leonding und Fachgruppenvertreter für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in der Ärztekammer für Oberösterreich: Rauchen und Alkohol. So steigere rauchen das Risiko bei Männern etwa um das 20-fache, bei Frauen um das Fünf- bis Zehnfache. Mit dem Alkohol verhält es sich besonders tückisch, wie Langmayr erklärt: „Wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass die krebserregenden Stoffe im Zigarettenrauch durch Alkohol gelöst werden und sich so noch schädlicher auswirken können – ein Problem das nicht nur aktive, sondern gleichermaßen auch passive Raucher betrifft." Äußerst positiv sieht Langmayr auch deshalb das bald in Kraft tretende Rauchverbot in der Gastronomie: Schließlich werde dadurch die Kombination von Alkohol und Zigaretten in vielen Fällen erheblich unbequemer – unfreiwilliges Passivrauchen in Lokalen gar komplett beendet. Aber auch Viren wie das HPV-Virus (Humanes Papilloma-Virus) und Umweltgiftstoffe wie z.B. Asbest zählen zu den Risikofaktoren.

Ab 40 zur Vorsorge

Kehlkopfkrebs ist verhältnismäßig häufig heilbar, wenn zu einem frühen Zeitpunkt die Diagnose gestellt wird und mit der richtigen Therapie begonnen wird. Hier spielt – wie bei jeder anderen Krebsart – der Zeitpunkt der Diagnose eine äußerst wichtige Rolle. „So wie in anderen Bereichen längst üblich, sollten alle Raucher ab 40 regelmäßig zur Kehlkopfkrebs-Vorsorge zum HNO-Facharzt gehen", empfiehlt Langmayr, „wer vielleicht auch noch gerne alkoholische Getränke dazu genießt, ist umso mehr dazu aufgefordert", betont der HNO-Spezialist die Gefahr kombinierter Risikofaktoren.

 

Rückfragen:
Mag. Ingo Till, Ärztekammer für OÖ / Projekte & Kommunikation, 
Tel.: +43 732 77 83 71-326, Mobil: +43 664 24 56 026, Mail: till@aekooe.at




Dr. Peter Nöhammer

Kurie niedergelassene ÄrztInnen - Kooptiert