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Unfallversicherung

 
Welche Aufgaben hat die Unfallversicherung?
 
  • Verhütung von Unfällen
  • Erste-Hilfe-Leistung
  • Unfallheilbehandlung
  • Rehabilitation
  • Entschädigungszahlung
  • Sachleistungen und/oder
  • Geldleistungen
  • Pflegegeld
 
Welche Unfälle werden vom Versicherungsschutz erfasst?
 
  • Ein Versicherungsschutz besteht bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.
  • Unter "Auch-Arbeitsunfälle" versteht man Wegunfälle (Umwege beenden den Versicherungsschutz)
    • von der Wohnung zur Arbeitsstätte und zurück.
    • von der Arbeitsstätte zu einem nahegelegenen Gasthaus (Mittagessen) und zurück.
    • von der Arbeitsstätte zur Bank und zurück (1 mal monatlich).
    • vom Arbeitsplatz zum Arzt und zurück oder in die Wohnung.
  • Unfälle bei individueller Hilfeleistung (Lebensrettung).
  • Unfälle bei organisierter Hilfeleistung bei Ausbildung, Übung und Einsatz (Mitglieder freiwilliger Hilfseinrichtungen).
 
Wie hoch ist der Beitrag?
 
  • Unselbständig Beschäftigte
Dienstgeberbeitrag in der Höhe von 1,3 % (ASVG) bzw. 0,47 % (Oö. KFLG) des Gehaltes.
 
 
  • Selbständige
  Beitrag Bemessungsgrundlage
Grundstufe € 9,33 mtl. € 19.755,90
Stufe I + € 111,94 p. a. € 32.306,64
Stufe II + € 168,16 p. a. € 38.674,66

Wie hoch sind die Geldleistungen?
Ein Anspruch auf Versehrtenrente besteht, wenn und solange die Erwerbstätigkeit länger als 3 Monate um mindestens 20% vermindert ist.
 
Die Höhe hängt ab vom Grad der Erwerbsminderung und von der Bemessungsgrundlage bzw. von den Beiträgen.
 
In die Bemessungsgrundlage fällt bei unselbständig Erwerbstätigen der Arbeitsverdienst des letzten Jahres zuzüglich Sonderzahlungen. Für selbständig Erwerbstätige gibt es eine feste Bemessungsgrundlage, die jährlich angepasst wird.
 
Bei 100%iger Erwerbsunfähigkeit beträgt die Rente 2/3 der Bemessungsgrundlage (Vollrente)
Bei teilweiser Erwerbsunfähigkeit beträgt die Rente einen Teil der Vollrente (Teilrente).
 
Versehrte mit einer mindestens 50%igen Erwerbsunfähigkeit erhalten eine Zusatzrente in Höhe von 20% der Versehrtenrente und einen Kinderzuschuss für jedes Kind in Höhe von 10% der Versehrtenrente (einschließlich der Zusatzrente).
 
Die Versehrtenrente gebührt monatlich in Höhe eines Vierzehntels der festgestellten Rente.
 
Welche Leistungen werden im Ablebensfall bezahlt?
  • Bestattungskosten
in Höhe von 1/15 der Bemessungsgrundlage bei einem Arbeitsunfall.
 
Wenn ein Schwerversehrter stirbt, ohne dass sein Tod die Folge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit war, ist eine Witwen(Witwer)rente ausgeschlossen. Als einmalige Beihilfe wird ein Betrag in Höhe von 40% der Bemessungsgrundlage des Verstorbenen gewährt.
 
  • Witwen(Witwer)rente
Grundsätzlich 20%, nach dem 60. bzw. 65. Lebensjahr 40% der Bemessungsgrundlage. Bei Wiederverehelichung erfolgt eine Abfindung mit dem 2,5fachen Jahresbetrag der Rente.
 
  • Waisenrente
Bis zum 18. Lebensjahr (unter gewissen Voraussetzungen auch länger) für die Halbwaise 20% und Vollwaise 30% der Bemessungsgrundlage.
Alle Hinterbliebenenleistungen zusammen dürfen 80% der Bemessungsgrundlage nicht übersteigen.