Pensionsversicherung


Volle Altersversorgung

 
Ab welchem Alter kann sie bezogen werden?
Die Altersversorgung wird unabhängig vom Geschlecht auf Antrag nach Vollendung des 65. Lebensjahres gewährt.
 
Welche Voraussetzungen müssen weiters erfüllt werden?
Mit Versorgungsstichtag, das ist der 1. eines Monates, mit welchem die Pension erstmals zugesprochen wird, müssen die aufgrund von

  • Kassenverträgen und
  • Dienstverhältnissen

ausgeübten (zahn)ärztlichen Tätigkeiten eingestellt werden.
 
Welche Daten soll der Pensions Antrag beinhalten?
Es ist lediglich der Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Altersversorgung sowie ein Konto bekannt zu geben, auf das die Pension überwiesen werden soll. Die Kündigung der Kassen erfolgt auf Wunsch durch die Ärztekammer. (Zu beachten ist in diesem Fall eine dreimonatige Kündigungsfrist zum Quartalsende.) Sollte eine ärztliche Tätigkeit fortgesetzt werden, sollte dies gleichzeitig bekannt gegeben werden, um eine Streichung aus der Ärzteliste zu vermeiden.
 
Wie berechnet sich die Pensionshöhe?

  • Grundversorgung

Die Höhe der Leistung aus dem Fonds der Grundversorgung ist von den tatsächlich erworbenen Anwartschaftspunkten abhängig, und beträgt für 100 Anwartschaftspunkte (im Einzelfall können mehr oder weniger erworben werden) € 1.280,00 (2017) brutto monatlich. Für jedes Beitragsjahr, in dem der Normbeitrag gem. § 11 Abs. 2 der Beitragsordnung geleistet wird, werden 3 Anwartschaftspunkte erworben. Die tatsächliche Pensionshöhe ist damit von der Beitragshöhe und Beitragsdauer abhängig.

Die Leistung der Grundversorgung wird für jeden Monat nach Vollendung des 65. Lebensjahres um 0,35 % maximal jedoch um 21 % erhöht, wodurch die statistisch kürzere Lebensbezugsdauer berücksichtigt wird.

  • Zusatzversorgung I

Die Leistung aus dem Fonds der Zusatzversorgung I (damit der Zusatzversorgung bis 1996) beträgt monatlich 1,2 % der geleisteten Beiträge. Ausgehend von einer Höchstbeitragsgrundlage 2017 mit € 114.000,00 beträgt die erstmalige Pension somit maximal monatlich € 1.368,00.
 

  • Zusatzversorgung II

Die Leistung aus der Zusatzversorgung II ist abhängig vom Kapital (Beiträge und Zinsen) sowie von einem vom Versicherungsmathematiker errechneten Verrentungsfaktor, der das Alter und die durchschnittliche Bezugsdauer berücksichtigt, und beträgt bei Einzahlung ab Beginn der Beitragspflicht (35. Lj.), sofern langfristig eine Verzinsung von 4,5 % p.a. erreicht wird, voraussichtlich monatlich ca. € 1.500,00.

 

Die Leistungen aus der Grund- sowie Zusatzversorgung I und II werden 14 mal jährlich im vorhinein überwiesen.
 
Was ist noch zu beachten?

  • Die Versorgungsleistungen werden mit dem Folgemonat nach Antragstellung und Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen gewährt. Ausnahmsweise kann eine rückwirkende Zuerkennung erfolgen, wenn ein Antrag innerhalb von 3 Monaten nach Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen gestellt wird.
  • Da die Überweisung auf jedes angeführte Konto möglich ist, muss von der Wohlfahrtskasse jährlich eine Bescheinigung über den Bezug einer Versorgungsleistung versandt werden.
  • Wird eine (zahn)ärztliche Tätigkeit nach dem Versorgungsstichtag fortgesetzt oder wieder aufgenommen erfolgt im Gegensatz zu staatlichen Pensionen keine Leistungskürzung. Die Verpflichtung zur Entrichtung der ordentlichen Kammerumlage besteht jedoch weiterhin.
  • Die Höhe der Kinderunterstützung sowie der Hinterbliebenenversorgung wird vom jeweiligen Anspruch auf Altersversorgung berechnet.
  • Um einen weiteren Versicherungsschutz zu gewähren, besteht auch nach der Pensionierung die Beitragspflicht zur Todesfallbeihilfe und zur Krankenpflegehilfe.