Pensionsversicherung


Invaliditätsversorgung

 
Wann wird eine Invaliditätsversorgung gewährt?
Diese wird auf Antrag dann und solange gewährt, als die Ausübung der ärztlichen Tätigkeit infolge eines körperlichen oder geistigen Gebrechens dauernd oder vorübergehend nicht möglich ist.
 
Welche Voraussetzungen müssen weiters erfüllt werden?
Mit Versorgungsstichtag, das ist der 1. eines Monates, mit welchem die Pension erstmals zugesprochen wird, darf keinerlei ärztliche oder zahnärztliche Tätigkeit ausgeübt werden.
 
Welche Daten soll der Pensionsantrag beinhalten?
Es ist der Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Invaliditätsversorgung sowie ein Konto bekannt zu geben, auf das die Pension überwiesen werden soll.
Die Kündigung der Kassen erfolgt durch die Ärztekammer. Weiters sind geeignete Unterlagen und Befunde beizulegen. Der Verwaltungsausschuss ist berechtigt, zur Feststellung der Voraussetzungen eine vertrauensärztliche Untersuchung anzuordnen.
 
Wie berechnet sich die Pensionshöhe?

  • Grundversorgung:

Die Höhe der Berechnungsgrundlage aus dem Fonds der Grundversorgung ist von den tatsächlich erworbenen Anwartschaftspunkten abhängig, und beträgt für 100 Anwartschaftspunkte (im Einzelfall können mehr oder weniger erworben werden) € 1.280,00 (2017) brutto monatlich. Für jedes Beitragsjahr, in dem der Normbeitrag gem. § 11 Abs. 2 der Beitragsordnung geleistet wird, werden 3 Anwartschaftspunkte erworben. Die tatsächliche Pensionshöhe ist damit von der Beitragshöhe und Beitragsdauer abhängig.
Im Falle der Invalidität vor Vollendung des 60. Lebensjahres wird eine ergänzende Invaliditätsgrundversorgung gewährt, indem die bis zum vollendeten 60. Lebensjahr fehlenden Monate beitragsfrei voll angerechnet (3 Anwartschaftspunkte p. a.) werden.
 

  • Zusatzversorgung I:

Die Berechnungsgrundlage aus dem Fonds der Zusatzversorgung I (damit der Zusatzversorgung bis 1996) beträgt monatlich 1,2 % der geleisteten Beiträge. Ausgehend von einer Höchstbeitragsgrundlage 2017 mit € 114.000,00  somit maximal € 1.368,00.

Die Leistungen der Grundversorgung und der Zusatzversorgung I werden für jeden Monat vor Vollendung des 65. Lebensjahres um 0,4 % maximal jedoch um 24 % vermindert, wodurch die statistisch längere Lebensbezugsdauer berücksichtigt wird.

  • Zusatzversorgung II:

Die Leistung aus der Zusatzversorgung II ist abhängig vom Kapital (Beiträge und Zinsen) sowie von einem vom Versicherungsmathematiker errechneten Verrentungsfaktor, der das Alter und die durchschnittliche Bezugsdauer berücksichtigt.

Die Leistungen aus der Grund- sowie Zusatzversorgung I und II werden 14 mal jährlich im vorhinein überwiesen.

 
Was ist noch zu beachten?

  • Die Versorgungsleistungen werden mit dem Folgemonat nach Antragstellung und Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen gewährt. Ausnahmsweise kann eine rückwirkende Zuerkennung erfolgen, wenn ein Antrag innerhalb von 3 Monaten nach Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen gestellt wird.
  • Da die Überweisung auf jedes angeführte Konto möglich ist, muss von der Wohlfahrtskasse jährlich eine Bescheinigung über den Bezug einer Versorgungsleistung versandt werden, sofern keine Haftungserklärung durch die kontoführende Bank erfolgt.
  • Die Höhe der Kinderunterstützung sowie der Hinterbliebenenversorgung wird vom jeweiligen Anspruch auf Invaliditätsversorgung berechnet.
  • Die Höhe der Invaliditätsversorgung bleibt, ausgenommen die jährliche Wertanpassung, auch nach dem 65. Lebensjahr unverändert.
  • Um einen weiteren Versicherungsschutz zu gewähren, besteht auch nach der Pensionierung die Beitragspflicht zur Todesfallbeihilfe und zur Krankenpflegehilfe.