Organisation Wohlfartskasse


Versicherung der OÖ. Ärztinnen und Ärzte

Seit 1925 versichert die Wohlfahrtskasse alle in Oberösterreich tätigen Ärztinnen und Ärzte, deren Familienmitglieder, aber auch Pensionisten, Witwen und Waisen im Bereich der Pensions- und Krankenversicherung.  In Summe sind derzeit bereits mehr als 10.000 Personen versichert. Ausgenommen davon sind nur Personen, die nach Antragstellung vom Verwaltungsausschuss unter Berücksichtigung von Bestimmungen des Ärztegesetzes und der Satzung auf Dauer oder befristet ermäßigt oder befreit wurden.

Wie bei jeder Pflichtversicherung wird die Versicherung durch die Wohlfahrtskasse dadurch begründet, dass ein objektiver Tatbestand erfüllt wird. (Aufnahme einer ärztlichen Tätigkeit in Oberösterreich, Verehelichung, Geburt eines Kindes…) Auch das Ende der Versicherung hängt von der Erfüllung von Tatbeständen ab. (Verzug, Scheidung,  ….) Im Gegensatz zu einer privaten Versicherung ist somit der Abschluss eines Vertrages nicht erforderlich.

Diese Freiheit, einen Vertrag abschließen oder kündigen zu können, ist nicht nur ein Vorteil, da damit auch der Vertragspartner die gleichen Rechte erhält. Unter Beachtung der „Spielregeln", damit der Vertragsbedingungen kann die Versicherung die Konsequenzen ziehen, wenn zur Auffassung gelangt wird, dass das vertragliche Versicherungsrisiko nicht mehr von der Prämienhöhe abgedeckt wird. Besonders bei Betriebsunterbrechnungsversicherungen hat es in der Vergangenheit gelegentlich ein böses Erwachen gegeben, wenn plötzlich der Vertrag wegen der Vorlage eines chronischen Krankheitsbildes plötzlich gekündigt wurde.

Diese Relation zwischen einzelnem Beitrag und Leistung ist für die Wohlfahrtskasse nicht von Bedeutung. Unter Beachtung der bereits angeführten Grundsätze beginnt die Leistungspflicht mit Aufnahme der Tätigkeit, Eheschließung, der Geburt eines Kindes…. und unabhängig davon ob ein besonderes Versicherungsrisiko vorliegt oder nicht. Auch wenn das Mitglied oder ein Angehöriger  vor oder zum Versicherungsbeginn schwer erkrankt oder behindert ist, ist das somit kein Grund, die Versicherung abzulehnen oder als Ausgleich dafür einen höheren Beitrag vorzuschreiben. Im § 2 der Satzung der Wohlfahrtskasse werden die Grundsätze  der beruflichen Solidarität und der kollegialen Hilfsverpflichtung des ärztlichen und zahnärztlichen Berufsstandes dezediert hervorgehoben, auch wenn diese in der heutigen Leistungsgesellschaft immer mehr in den Hintergrund gelangen . Auch dieser Umstand sollte vom Pflichtversicherten entsprechend berücksichtigt werden.

Diese Risken und die damit verbundenen Kosten können in Summe von einem Fonds jedoch nur dann getragen werden, wenn als Ausgleich alle Personen einer Risikogemeinschaft erfasst und zur Beitragsleistung verpflichtet werden. Ansonsten müsste damit gerechnet werden, dass besonders Personen, die der Ansicht sind, nicht besonders gefährdet zu sein, eher keine Beiträge leisten wollen. Erst dann, wenn sich dieser Umstand ändert, würde der Versicherungsschutz der Gruppe wieder gesucht werden, was für Pflichtversicherungen aus den bereits angeführten Gründen sehr problematisch wäre. Damit würden aber  - überzeichnet ausgedrückt – die „Alten und Kranken" in einem Fonds verbleiben, was unausweichlich zu einer entsprechenden Anhebung der Beiträge führen müsste, da aus diesen alle Leistungen finanziert werden.

Die Wohlfahrtskasse selbst hat kein Eigenkapital, sondern verwaltet ausschließlich fremdes Geld, das der Mitglieder, unter Beachtung der in der Satzung festgehaltenen Regeln. (Ein Eigenkapital könnte ohnehin nur aufgebaut werden, wenn zu Lasten ihrer Beiträge oder der Erträgnisse aus der Kapitalveranlagung des Deckungsfonds Gelder abgezogen werden, was wiederum die Beitragspflichtigen belasten würde. An dieser Stelle wir darauf hingewiesen, dass die Wohlfahrtskasse aus dem genossenschaftlichen Charakter nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist, keine Provisionen zu zahlen hat, keine Dividenden- oder Zinsaufwand für Aktionäre kennt und mit nur 2,37 % Verwaltungsgebühren im Spitzenfeld liegt.)

Um aber Leistungen richtig überweisen und natürlich auch die korrekten Beiträge vorschreiben zu können, ist es wichtig zu wissen, welche Personen überhaupt über die Wohlfahrtskasse versichert sind. Dazu bedarf es Ihrer Mitwirkung. Die rechtliche Regelung erfolgt hiezu im § 13 der Satzung der Wohlfahrtskasse, der wie folgt lautet:
(1)  Die Mitglieder der Wohlfahrtskasse sind verpflichtet:
b)  die Wohlfahrtskasse unaufgefordert von allen für deren Wirken bedeutsamen Änderungen schriftlich in Kenntnis zu setzen. Änderungen in der Berufstätigkeit sind innerhalb 14 Tagen, Veränderungen im Familienstand (Verehelichung, Scheidung, Geburt eines Kindes, Beginn oder Beendigung des Studiums, Todesfall usw.) binnen 4 Wochen nach Eintreten der Änderung, und zwar unter Vorlage der diesbezüglichen Standesausweise oder sonstiger Dokumente (Studienbestätigung u. ä.) schriftlich bekannt zu geben;

Damit Sie prüfen können, welche Daten in der Wohlfahrtskasse bereits gespeichert sind, werden personenbezogene Daten nahezu jährlich zur Jahresmitte mit dem Datenblatt  allen Versicherten schriftlich bekannt gegeben. Neben einer Erläuterung erhalten Sie auch einen Änderungsantrag, mit dem Sie uns eventuelle Änderungen schriftlich bekannt geben können. Bitte helfen Sie uns dabei, immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Damit können viele Probleme oder Ärgernisse vorweg vermieden werden.