Krankenversicherung


Krankentransport mit dem Notarzthubschrauber

Neue Regelung für die Flugrettung


Seit 01.07.2015 gibt es eine neue Vereinbarung zwischen dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und der österreichweiten IG Notarzthubschrauber. Denn seit 1996 hat es keine vertragliche Regelung gegeben, was zu einer unbefriedigenden Kostensituation geführt hat.
Der Wohlfahrtskasse ist es nun gelungen, dass die Flugrettung des ÖAMTC diese vertragliche Regelung auch für die ausschließlich über die Wohlfahrtskasse krankenversicherten Personen zur Anwendung bringt. Es wird versucht, diese Regelung auch auf die ander en Mitglieder der Interessensgemeinschaft auszudehnen. Für gesetzlich krankenversicherte Personen wird kein Zuschuss geleistet, da die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung und einer eventuell vorhandenen privaten Zusatzversicherung getragen werden.

KOSTENSICHERHEIT FÜR ALLE VERSICHERTEN
Diese neue Vereinbarung bringt für alle Versicherten eine Kostensicherheit. Eine Kostenübernahme erfolgt im Inland bei Primär- und Sekundärtransporten grundsätzlich bei Vorliegen einer Indikation von NACA 4 – 6 laut Notarztprotokoll in die nächstgelegene und geeignete Krankenanstalt, wenn am Notfallort eine andere notärztliche Versorgung nicht möglich ist. Der NACA-Score – National Advisory Comitee for Aeronautics – ist ein internationaler siebenteiliger Index zur Beurteilung des Schweregrades einer Erkrankung beziehungsweise Verletzung und damit der medizinischen Notwendigkeit eines Flugrettungstransportes. Bei Vorliegen einer Indikation von NACA 0 – 3 und 7 zahlt weder die gesetzliche Sozialversicherung noch die Wohlfahrtskasse. Die Anforderung hat durch überregionale Leitstellen zu erfolgen, die es mittlerweile in allen Bundesländern gibt. Die Disposition erfolgt nach einem standardisierten Abfrageschema.
Mit Ausnahme von Unfällen in Ausübung von Sport und Touristik am Berg und bei einem Verlegungstransport auf eigenen Wunsch gibt es künftig keine finanzielle Belastung mehr für die Versicherten. Um etwaige Kosten in den genannten Fällen zu vermeiden, wird der Abschluss einer privaten Versicherung empfohlen. 95 Prozent der Patienten verfügen bereits über eine private Versicherung aufgrund der Mitgliedschaft bei alpinen Vereinen, Autofahrerorganisationen, Kreditkartenunternehmen oder privaten Unfallversicherungen.