Krankenversicherung


Blepharoplastik - Kostenübernahme durch die Wohlfahrtskasse

Im § 27 Abs. 7 lit. d) der Satzung der Wohlfahrtskasse erfolgt die Regelung, wann und in welcher Höhe Kosten einer Krankenhausbehandlung von der Wohlfahrtskasse übernommen werden. Dabei ist es für eine Kostenübernahme  - wie auch in der gesetzlichen Krankenversicherung – selbstverständlich Voraussetzung, dass eine medizinische Indikation vorliegt. Ohne medizinische Indikation sind Behandlungskosten grundsätzlich vom Patienten selbst zu finanzieren.

In der modernen Medizin und den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten ist diese Grenzziehung oft nicht pauschal möglich. Vielmehr muss im Einzelfall geprüft werden, ob eine medizinische Indikation vorliegt oder nicht.

Dies gilt auch für die Durchführung einer Blepharoplastik. In letzter Zeit wurden vermehrt Anträge auf Übernahme der Kosten an den Verwaltungsausschuss gerichtet, der oftmals nur auf Grund der vorgelegten Unterlagen und im Nachhinein entscheiden musste.

Um in Zukunft Probleme bei der Kostenübernahme vermeiden zu können, hat der Verwaltungsausschuss beschlossen, diese nur bei Vorliegen folgender Voraussetzungen zu garantieren:

  • Ein Antrag auf Bewilligung durch den Verwaltungsausschuss muss rechtzeitig vor der Durchführung Behandlung gestellt werden.
  • Dem Antrag sind geeignete Befunde beizulegen, die jedenfalls den Nachweis der Gesichtsfeldeinschränkung sowie ein Foto des Patienten beinhalten.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass der Verwaltungsausschuss in Zweifelfällen gemäß § 13 Abs. 4 der Satzung der Wohlfahrtskasse eine Untersuchung bei einem Vertrauensarzt anordnen kann.