IT Sicherheit in den Ordinationen


Befundübermittlung per Fax - Übergangsbestimmungen

  1. Die Faxgeräte müssen vor unbefugtem Zugang und Gebrauch geschützt sein.
  2. Die Rufnummern, insbesondere die verspeicherten Rufnummern,  müssen mindestens alle zwei Monate nachweislich auf ihre Aktualität geprüft werden.
  3. Automatische Weiterleitungen, außer an den Gesundheitsdiensteanbieter selbst, sind zu deaktivieren.
  4. Alle vom Gerät unterstützten Sicherheitsmaßnahmen sind zu nutzen.
  5. Allenfalls verfügbare Fernwartungsfunktionen sind nur für die vereinbarte Dauer der Fernwartung aktiviert

Aufgrund eines im Sommer 2009 versandten Begutachtungsentwurfes für eine Änderung der Gesundheitstelematikverordnung, in dem eine Fristverkürzung auf den 31.12.2010 vorgesehen war, die der einschlägigen Bestimmung im Gesundheitstelematikgesetz entsprechen würde, wird vielfach diese Frist kolportiert.
Laut den aktuellen Informationen durch das BMG ist derzeit nicht mit einer Verkürzung der Faxlösung für den elektronischen Gesundheitsdatenaustausch bis 31.12.2010 zu rechnen. Somit ist die vereinfachte Übertragung per Fax weiterhin gemäß §8 Abs. 4 Gesundheitstelematikverordnung bis 31.12.2010 zulässig, obgleich hier ein Widerspruch zur entsprechenden Bestimmung des §19 Abs. 2 Gesundheitstelematikgesetz besteht.
Anbieter von elektronischen Befundübermittlungssystemen haben diesen Umstand auch zum Anlass genommen, ihre elektronischen Befundübermittlungsprodukte mit Aktionen anzubieten. In Oberösterreich werden im Wesentlichen die Systeme der Firmen HCS (Medical Net) und Telekom (DaMe) verwendet.