Haftung – Aufklärung – Strafrecht

Sturz wegen Glatteis vor Arztordination
26.02 2014 - 13:42
Ein auf dem Weg zum Arzt zu Sturz gekommener Patient kann seine Ansprüche gegen die Vermieterin, welche die Streu- und Schneeräumungsarbeiten von der Hausbesorgerin durchführen ließ, nicht auf eine vertragliche Haftung, resultierend aus dem Mietverhältnis zwischen Vermieterin und Arzt, stützen. Konkret wurde auch die deliktische Haftung verneint. ...mehr
Wussten Sie dass…es bei der Aufklärung fremdsprachiger Patienten einiges zu beachten gilt, um Haftungssituationen zu vermeiden?
19.09 2013 - 10:04
Um Haftungsprobleme zu vermeiden, ist grundsätzlich jede ärztliche Aufklärung so vorzunehmen, dass der Patient die Möglichkeit hat, den Inhalt zu verstehen und nachzuvollziehen. Wenn unklar ist, wie weit die sprachlichen Fähigkeiten des Patienten reichen, sollte zum Zwecke einer ausreichenden Aufklärung ein Sprachmittler beigezogen werden. ...mehr
Medizinische Hilfeleistung bei Notfällen in der Luft
26.08 2013 - 10:11
Ärzte, die an Bord eines Flugzeuges mit einem med. Notfall konfrontiert werden, sind grundsätzlich zur Hilfeleistung verpflichtet. Für den Fall einer Haftung haben die meisten europäischen Fluglinien eine Haftpflichtversicherung für Ärzte, die erste Hilfe leisten, abgeschlossen. In den USA ist ein Ausschluss der Arzthaftung gesetzlich geregelt. ...mehr
Arzt darf passwortgeschützten Computerzugang nicht ungesichert verlassen
18.04 2013 - 12:31
Der OGH hat in einem Urteil ausgeführt, dass Krankenhausärzte, die über einen passwortgeschützten Computerzugang verfügen, den Computer nicht ungesichert verlassen dürfen. Nach Beendigung der Computertätigkeit ist daher ein "Ausloggen" notwendig, damit nicht weitere (unbefugte) Personen in Patientendateien Einsicht nehmen können. ...mehr
Keine Aufklärungspflicht über Folgewirkungen bei Eintritt eines “typischen Risikos”
19.06 2012 - 21:08
Ärzte sind verpflichtet, ihre Patienten vor der Durchführung medizinischer Behandlungen über die „typischen Risiken“, die auch bei sorgfältiger Arbeit eintreten können, aufzuklären. Bei Verwirklichung eines unvermeidbaren „typischen Risikos“ besteht jedoch keine Aufklärungspflicht über die Folgen der dadurch notwendigen Korrekturbehandlung. ...mehr
Keine Aufklärungspflicht über alle möglichen Impfschäden
31.05 2012 - 21:03
Der OGH (1 Ob 14/12h) verneinte einen Schadenersatzanspruch eines Schulkindes, das nach einer Mumps-, Masern- und Rötelnimpfung an einer akuten Immunthrombozytopenie erkrankt ist: Ein verständiger Patient hätte die Impfung auch bei Aufklärung über diese mögliche und sehr selten vorkommende Erkrankung durchführen lassen. ...mehr
Kein Behandlungsfehler – Haftung wegen mangelnder Aufklärung?
10.04 2012 - 20:29
Der OGH (5 Ob 231/10x) hat erneut auf die Wichtigkeit der individuellen Aufklärung hingewiesen. Auch wenn die Behandlung lege artis durchgeführt wird, besteht die Haftungsgefahr für die Krankenanstalt, bzw. den Arzt, wenn die Patientenaufklärung nicht ordnungsgemäß erfolgte. ...mehr
Durchführung von Genanalysen: Muss der Patient einwilligen?
28.03 2012 - 16:38
Ob ein Patient vor Vornahme einer genetischen Untersuchung einwilligen muss, hängt von dem zu analysierenden Krankheitsbild ab. Krankheitsbilder werden in verschiedene Typen eingeteilt. Grunds. ist bei Erkrankungen, die auf einer Keimbahnmutation beruhen oder für welche lediglich eine Prädisposition besteht, eine Einwilligung erforderlich. ...mehr
OGH verurteilt Haftpflichtversicherer trotz Unterversicherung zur Zahlung
28.03 2012 - 16:37
Der oberste Oberste Gerichtshof verurteilte einen Haftpflichtversicherer zur Deckung des entstandenen Schadens, obwohl das eingetretene Risiko nicht vom Versicherungsvertrag der betroffenen Ärztin umfasst war. Im konkreten Fall war der Ärztin nicht bekannt, dass die Versicherung das Risiko der Nichterkennung vorgeburtlicher Schäden nicht abdeckt. ...mehr
Haftung wegen strenger Aufklärungspflicht bei Augenoperationen mittels Laser
19.12 2011 - 17:08
Korrekturen bestehender Fehlsichtigkeiten mittels Laser erfreuen sich bei den Patienten immer größerer Beliebtheit. Der Oberste Gerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 13.10.2011 (1 Ob 202/11d) seine bisherigen Grundsätze bei medizinisch nicht zwingend notwendigen Operationen fortgesetzt und verlangt einen strengen Maßstab bei der Aufklärung. ...mehr

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