6. Vergaberichtlinie für Kassenvertragsarztstellen ab 1. April 2016

In der nunmehr 6. Version der Vergaberichtlinie wurden Anpassungen im Bereich der ärztlichen Tätigkeit, bei Vertretungen in der Fachrichtung Radiologie sowie bei der Sozialen Förderungswürdigkeit durchgeführt. Die  Anpassungen kommen für Ausschreibungen ab diesem Zeitpunkt zur Anwendung.

❯ Im Bereich der anrechenbaren Diplome wurden neue Spezialdiplome und Ausbildungen in den jeweiligen Fachrichtungen aufgenommen.
Für Zeiten ärztlicher Tätigkeit nach der Promotion wurde der Durchrechnungszeitraum für die Allgemeinmedizin von 8,75 auf 9,75 Berufsjahre und bei Fachärzten von 15 auf 20 Berufsjahre ausgedehnt.


Im Bereich der Fachgruppe Radiologie kommt es bei Vertretungstätigkeiten bei einem/einer § 2-Vertragsarzt/Vertragsgruppenpraxis zu einer Neuregelung. Es werden die anrechenbaren, jährlichen Vertretungen auf max. 30 Tage pro Jahr limitiert. Darüber hinaus erhalten angestellte Ärzte eines der Kassenstellen angeschlossenen Institutes für die Vertretung weniger Punkte angerechnet, (auch wenn die Kassenverträge unterschiedlichen Personen gehören, aber räumlich zusammenhängen).


Die Bepunktung der Sozialen Förderungswürdigkeit wird gestrichen. Dazu zählen Sorgepflichten für Kinder sowie die Arbeitslosigkeit zum Stichtag.

Als Ergebnis der Neuregelungen müssen auch die Zusatzpunkte für Gynäkologinnen angepasst werden.

Bewerberinnen im Sonderfach Frauenheilkunde und Geburtshilfe erhalten ab 1.4.2016 - 5,7 Punkte (10 % der erreichbaren Punkte).

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