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Presseaussendung, Linz, am 20. März 2019

 

Wasser ist Leben – Weltwassertag am 22. März 2019

Wasser ist lebensnotwendig. Mehr als die Hälfte des menschlichen Organismus besteht aus Wasser – bei Säuglingen sind es fast 70 Prozent. Flüssigkeit wird ständig ausgeschieden, etwa über den Atem und die Haut. Deshalb sollte immer genug getrunken werden. Allerdings nicht erst wenn man durstig ist!

Wie viel jeder genau trinken soll, hängt vom Energieumsatz, der Umgebungstemperatur sowie der Speisenzusammensetzung ab, etwa wie viel Salz konsumiert wird. Generell gilt: Pro Kilo Körpergewicht sollte man zwischen 30 und 40 ml Wasser trinken- das entspricht bei einem Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 65 Kilogramm rund 2 Liter pro Tag. Man soll aber nicht warten, bis sich der Durst meldet, denn das ist bereits ein Signal, dass Wassermangel besteht. „Ab einem Wasserverlust von 0,5% des Körpergewichts signalisiert der Körper mittels Durst das Fehlen von Flüssigkeit. Daher sollte man bereits davor ausreichend trinken, Wasser oder ungesüßte Tees eignen sich hier am besten" rät Dr. Angelika Reitböck, Ärztin für Allgemeinmedizin in Klaus/Steyrling und Referentin für Vorsorge- und Gesundheitsmanagement der Ärztekammer für Oberösterreich.

Tipp: Ein Glas Wasser am Büro-Schreibtisch oder unterwegs eine Flasche Wasser mitzunehmen hilft auch im Alltag an das Trinken zu denken. Wer sich mit Wasser ohne Geschmack schwer tut, kann dem Wasser auch frisch gepressten Zitronensaft, Pfefferminzblätter oder Melissenblätter zusetzen. So fällt es oft leichter, genug zu trinken. Weiters können wir auch zu wasserhaltigem Gemüse oder Obst greifen: Gurken etwa bestehen zu 96% aus Wasser – daher sind sie neben Wasser ein optimaler Zusatz zur Flüssigkeitsaufnahme.

Erhöhter Bedarf

„Bei körperlicher Anstrengung, bei hohen oder sehr niedrigen Temperaturen, Fieber, Erbrechen sowie Durchfall braucht unser Körper mehr Wasser. Schwangere Frauen und Frauen die Stillen brauchen ebenfalls mehr Flüssigkeit," betont Dr. Reitböck. „Wasser dient vor allem als Transport- und Reinigungsmittel in unserem Körper. Es regt Stoffwechselvorgänge und Verdauung an. Klares reines Wasser ohne extra Zusätze von Mineralien hat sich hier am besten bewährt."

Man kann auch zu viel trinken

Eine Wasservergiftung ist sehr selten, kann aber vorkommen, wenn die Ausscheidungsfähigkeit der Nieren überfordert wird. Die maximale Flüssigkeitsmenge liegt bei zehn Liter für einen Erwachsenen. Besonders im Sport hat diese Wasservergiftung leider immer wieder einmal traurige Berühmtheit erlangt, wenn ein  Triathlet oder Marathonläufer zusammengebrochen oder im schlimmsten Fall sogar daran gestorben ist. Hier kommt es durch sehr starkes Schwitzen zu einem extremen Verlust von Spurenelementen im Körper. Wenn der Sportler nun viel und „nur" Leitungswasser zuführt, kommt es zu einer unnatürlichen Verdünnung der Körpersalze, insbesondere Natrium fällt im Blut stark ab. Die Zellen im Körper quellen dadurch auf: es kommt zu Kopfschmerzen und Übelkeit, im schlimmsten Fall sogar zum Tod. Hitze kann diese Prozesse zusätzlich negativ beschleunigen.

Weltwassertag am 22. März 2019

Am Weltwassertag steht außerdem der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser im Fokus und soll zum Wassersparen animieren: Etwa durch Duschen statt Baden, dem Kauf effizienter Geräte oder auch wenn man den Wasserhahn beim Händewaschen oder Zähneputzen zwischendurch abdreht.

Rückfragen: Mag. Martina Kukulka, Ärztekammer für OÖ / Projekte & Kommunikation, Tel.: +43 732 77 83 71-327, Mobil: +43 664 1317964, Mail: kukulka@aekooe.at