Presseaussendungen


Von links: OMR Dr. Thomas Fiedler (Kurienobmann niedergelassene Ärzte, 2. Vizepräsident), MR Dr. Johannes Neuhofer (1. Vizepräsident), Mag. Petra Danhofer (CHEFINFO), Cornelia Krebs (ORF – Ö1), Dr. Peter Niedermoser (Präsident)Pressepreis 2017 der Ärztekammer für OÖ:
drei Siegerprojekte prämiert

Mit dem Pressepreis würdigt die Ärztekammer für OÖ herausragende publizistische Arbeiten, die sich mit Fragen des Gesundheitswesens befassen – insbesondere mit Bezug auf Oberösterreich. Bei der Vollversammlung am 29. Juni verlieh Präsident Dr. Peter Niedermoser den Pressepreis – und zwar erstmals an drei Siegerprojekte.

Foto (von links): OMR Dr. Thomas Fiedler, MR Dr. Johannes Neuhofer, Mag. Petra Danhofer, Cornelia Krebs, Präsident Dr. Peter Niedermoser (Foto: ÄKOÖ/Mesic)

Die Jury zur Bewertung der Beiträge setzte sich aus den Spitzenfunktionären der Ärztekammer, Medienexpertinnen und -Experten zusammen. Dotiert war der Pressepreis wie üblich mit 4.500 Euro, die Einreichfrist endete am 30. April 2017. Bis dahin langten schließlich 22 Beiträge ein – vom Online-Beitrag über die Fernsehdokumentation bis zur Sonderausgabe einer Wochenzeitung.

Die Qualität der Beiträge ist generell sehr hoch, und die Vielfalt der unterschiedlichen Zugänge hat die Jury beeindruckt. Da bis dato noch nie so viele Einreichungen gezählt
wurden und der Pressepreis außerdem seit 2015 in Biennalsprüngen vergeben wird, war rasch entschieden, die Dotierung zu erhöhen – und den Preis aufzuteilen. Denn nach intensiver Begutachtung haben sich gleich drei „Stockerlplätze" aus der allgemein sehr guten Bewertung ergeben. Jeder der Preisträger erhält demnach 2.500,- Euro aus dem Preisgeld-Topf.

Der Pressepreis 2017 der Ärztekammer für OÖ geht an:

Cornelia Krebs / ORF – Ö1
Mag. Petra Danhofer / CHEFINFO
Mag. Johannes Reitter / ORF OÖ

Zu den Beiträgen

Cornelia Krebs / ORF – Ö 1
Die gebürtige Vöcklabruckerin arbeitet seit 1995 für die ORF-Radio-Information: zunächst in der Nachrichtenredaktion, dann in der Innenpolitik. Seit 1997 ist die Wahlburgenländerin als Redakteurin für die Ö1 Sendeleiste „Journal-Panorama" tätig, seit 1998 auch für das „Europa-Journal". Für ihre engagierte Berichterstattung zur Asylpolitik erhielt sie den Robert-Hochner-Preis 2013.
Den Pressepreis 2017 der Ärztekammer für OÖ erhält Cornelia Krebs für ihren Radiobeitrag „Crystal Meth auf dem Vormarsch – auch in Österreich". Darin hat sie Presseaussendung Linz, am 30. Juni 2017 sich intensiv mit der Droge Chrystal Meth beschäftigt, eine der gefährlichsten Substanzen, um sich zu berauschen, aber auch, um länger „durchzuhalten" – im Beruf, im Studium im Alltag. Oberösterreichs Mediziner wie auch die Exekutive kämpfen bereits seit längerem mit den Auswirkungen des Suchtgifts und der daraus folgenden Kriminalität. Sie beleuchtet fachkundig die lange Tradition von Methamphetamin, das bereits in der Nazizeit verbreitet und in den Apotheken rezeptfrei erhältlich war. Heute ist „Meth" als Partydroge und Aufputschmittel ein Massenphänomen, konsumiert von Schülern, Schichtarbeitern, Ärzten, Politikern. Psychiatrische Ambulanzen stöhnen unter dem grassierenden Problem, dem mit herkömmlichen Therapieansätzen kaum beizukommen ist. Cornelia Krebs hat sich akribisch und in aufwändigen Recherchen mit dem Thema beschäftigt.

 

Mag. Petra Danhofer / CHEFINFO
Die Journalistin studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Salzburg und begann ihre Laufbahn als freie Mitarbeiterin beim Volksblatt, den OÖNachrichten, OÖVision sowie als Online-Redakteurin der ersten Stunde bei den OÖN. Anschließend arbeitete sie 14 Jahre lang als Nachrichtenredakteurin bei Life Radio, bevor sie den Wechsel in die PR vollzog – als Pressereferentin von Landesrat Rudi Anschober und als Pressesprecherin des Klimabündnis OÖ. Seit 2014 ist sie Redakteurin im Zielgruppen-Zeitschriftenverlag und hier beim Magazin CHEFINFO.

Ihre eingereichten Beiträge im Printbereich stammen beide aus der CHEFINFO, nämlich:

  • „Sie haben die Wahl"
  • „Raus aus dem Burnout"

Im Beitrag „Sie haben die Wahl" beleuchtet Petra Danhofer die freie Arztwahl und die im vergangenen Sommer aufkeimende Diskussion darüber, ob wir denn Wahlärzte wirklich bräuchten. Sie belegt ihren Artikel mit umfangreichen Fakten und zahlreichen Gesprächen mit den maßgeblichen Partnern, um darzustellen, mit welchen Hürden Ärztinnen und Ärzte konfrontiert sind.

In ihrem Beitrag „Raus aus dem Burnout" analysiert sie das Phänomen unserer Zeit, das neben den gesundheitlichen Aspekten auch enorme finanzielle Kosten verursacht.
Auf drei Milliarden Euro schätzen Experten den jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden allein durch Burnout-Erkrankungen. „Wenn wir rechtzeitig lernen würden, mit Stress richtig umzugehen, würden wir uns viel Leid und Kosten ersparen", schreibt sie.

 

Mag. Johannes Reitter / ORF OÖ
ist Redakteur und Chef vom Dienst für TV und Radio im ORF-Landesstudio Oberösterreich. Der gebürtige Linzer studierte Germanistik und Publizistik in Salzburg und Madrid. An beiden Orten startete er auch seine Laufbahn: in Salzburg als Pressereferent des Universitätsorchesters und bei einer PR-Agentur, in Madrid als Mitarbeiter des Korrespondentenbüros für die Tageszeitung „Die Welt" und auch im Korrespondentenbüro des ORF. Seit 1999 arbeitet Johannes Reitter im ORF-Landesstudio OÖ, seit 2004 hat er als Moderator eine Reihe von Veranstaltungen übernommen.

Sein prämierter Beitrag „Vom Aussterben bedroht – der Beruf des Landarztes" ist eine TV-Dokumentation, die heuer im Februar in der Reihe Österreich-Bild erstmals und österreichweit gesendet wurde. Mehr als ein Jahr hat die Vorbereitung dafür gedauert. Reitter recherchierte bei Allgemeinmedizinern in Oberösterreich, begleitete mehrere von ihnen bei der Arbeit und besuchte außerdem die Studierenden der neuen Medizin-Fakultät an der Johannes Kepler Universität Linz. Der Dokumentation ist anzumerken, wie lange sich Reitter schon mit der Thematik beschäftigt und wie professionell die Gesprächsführung im Interview transportiert wird – ein wichtiger Beitrag zur Thematik Ärztemangel und Allgemeinmedizin.
Bei der Verleihung war Johannes Reitter terminlich verhindert, er bekommt den Pressepreis zu einem späteren Zeitpunkt überreicht.