Presseaussendungen


Die Grande Dame der österreichischen Literatur war zu Gast in Linz: Die Ärztekammer für OÖ und die Deutsche Bank zeichneten die 89-jährige Schriftstellerin für ihr kürzlich erschienenes Werk „cahier" aus – und gleichzeitig für ihr Lebenswerk, das aus mehr als 100 Büchern besteht.

Wie groß die Anziehungskraft von Friederike Mayröcker ist, zeigte der Besucherandrang bei der Preisverleihung gestern, 25. November, in der Linzer Ärztekammer. In „cahier" hat Mayröcker ihre Aufzeichnungen aus sieben Jahrzehnten verarbeitet. Die Texte wirken wie Gedanken, welche die Schriftstellerin völlig pur zu Papier gebracht hat – ohne Versuch, sie den Regeln der deutschen Sprache anzupassen.
Die Laudatio hielt Klaus Kastberger, Dozent für Germanistik an der Universität Wien. Er sprach über Mayröckers Wandeln zwischen Lyrik und Prosa in experimenteller Literatur und versuchte sich in einer Erklärung, warum „cahier" trotz seiner weniger als 200 Seiten eine Enzyklopädie sein könnte: „Die unglaubliche Sprachdichte macht's".

Für die musikalische Begleitung sorgte das Nathalie-Brun-Trio mit englischen Evergreens.
Ein ausführlicher Nachbericht zur Verleihung des Johann-Beer-Preises 2014 folgt in der nächsten Ausgabe unseres Magazins „OÖ Ärzte".