Presseaussendungen


Dr. Niedermoser: „Es geht um den Schutz der Nichtraucher"

341.005 Personen haben mit Stand Freitag, 23. Februar, 9:49 Uhr, das Volksbegehren „Don't smoke!" unterschrieben. „Ich danke im Namen der Ärzteschaft allen Unterstützern", sagt Ärztekammer-Präsident Dr. Peter Niedermoser. Wichtig ist aber auch festzuhalten, dass es um den Schutz der Nichtraucher geht und nicht um eine Aktion gegen Raucher.

„Im Namen der Ärztinnen und Ärzte Oberösterreichs danke ich allen Menschen, die bis heute das Volksbegehren unterschrieben haben und freue mich über jede weitere Unterschrift", sagt Dr. Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für OÖ. „Damit haben sie alle einen wichtigen Schritt gegen rauchassoziierte Krankheiten getan!"
Freie Entscheidung

„Dieses Volksbegehren richtet sich nicht gegen Raucher", sagt Dr. Niedermoser. „Das Rauchen bleibt weiterhin eine freie Entscheidung jedes einzelnen Menschen, wie er persönlich mit Rauchen und damit verbunden mit seiner Gesundheit umgeht. Primär geht es um den Arbeitnehmerschutz in Lokalen und Restaurants, wo sich die Angestellten im Service eben nicht aussuchen können, welche Luft sie einatmen. Und dieser Rauchbelastung sind sie dann weit intensiver und dauerhafter ausgesetzt als eine Zigarettenlänge."

Aus Sicht des Mediziners und Ärztevertreters ist das geplante Gesetz ein Armutszeugnis im Vergleich mit anderen europäischen Staaten, wo der Nichtraucherschutz in der Gastronomie bereits gesetzlich verankert ist. Dr. Niedermoser: „Der Schutz vor Passivrauch in der Gastronomie muss selbstverständlich Gesetz sein!"

Verantwortungsvolle Politik gefragt
Niedermoser: „Ich bin selbst Politiker und weiß, dass Pakttreue eine wichtige Bedeutung  im politischen Alltag hat, jedoch nicht als ‚Justament-Standpunkt‘." Sollten die Verantwortlichen in der Bundespolitik ihre Entscheidung überdenken, „dann hat das überhaupt nichts mit Gesichtsverlust zu tun", so Dr. Niedermoser. „Politische Diskussionen bringen es eben mit sich, im Laufe des Prozesses andere Sichtweisen zu finden. Verantwortungsvolle Politik zeichnet sich vor allem dadurch aus, offen für Diskussionen zu sein, sich weiterzuentwickeln und falsche Entscheidungen auch einmal zu revidieren. Das erwarte ich mir von dem neuen Stil der Regierung, der ja immer wieder angesprochen wird."
Zum Volksbegehren: www.dontsmoke.at